E-Mail Typologie: Persönliche E-Mails

E-Mail Typologie: Persönliche E-Mails

E-Mail Typologie: Persönliche E-Mails 1280 853 Andy Reutimann

Die E-Mail-Marketing-Typologie unterscheidet vier E-Mailing Typen: Newsletter-, Life-Cycle-, Transaktions– und persönliche E-Mailings. Jeder Typ zeichnet sich durch andere Einsatzgebiete, andere typische Eigenschaften und Anforderungen aus. In diesem Artikel stelle ich die 2015 erstmals durch mich beschriebenen Typen in aktualisierter Form vor. Heute: die persönliche E-Mail.

Mit diesem „Cheat-Sheet“ (engl. für Spickzettel), möchte ich den jeweiligen Typen mitsamt seiner Charakteristik sowie dessen Chancen vorstellen und Ihnen damit Anstösse für Ihr zukünftiges E-Mail-Marketing geben. Darüber hinaus soll es Sie unterstützen, Ihre E-Mail-Marketing-Praxis zu reflektieren und Hinweise auf zusätzliche Möglichkeiten zu geben.

Einsatzgebiete persönlicher E-Mails

Immer wenn es angebracht ist auf eine E-Mail zu antworten oder mit jemandem per E-Mail in Kontakt zu treten, kommt diese (ursprünglichste) Form zum Einsatz. Abgesehen von automatischen (Out-of-Office) Antworten werden diese persönlich durch den Absender für den/die Empfänger verfasst. Deren Inhalt gilt meist als vertraulich.

Auf den ersten Blick erscheint eine persönliche E-Mail deshalb nicht im Kontext von E-Mail-Marketing zu stehen. Tatsächlich tritt diese Form der E-Mail nur am Rande und in Bezug auf allfällig enthaltene Werbebotschaften bspw. in Form einer zeitlich beschränkt eingesetzten Signatur in Erscheinung.

Typische Eigenschaften persönlicher E-Mails

  • Verfasst durch eine real existierende Person, werden sie an einen oder mehrere (wenige) Empfänger versandt
  • Professionelle Marketing-Systeme sind nicht involviert – ein Tracking des Empfängers findet nicht statt
  • Es finden keine systematischen An- und Abmeldeprozesse statt
  • Maximale Glaubwürdigkeit da die E-Mails persönlich und individuell verfasst werden

Erfolgsfaktoren persönlicher E-Mails

Folgende Faktoren sind für den Erfolg persönlicher E-Mails massgebend:

  • Versand nur, wenn dieser angebracht ist – nicht zu wenig (bekommt man keine Antwort ist der Status ungewiss) und nicht zu viel (heikle Dinge bespricht man persönlich und wegen jeder Kleinigkeit muss man die Leute nicht drangsalieren)
  • Höflichkeit und Gepflogenheiten wie in einem persönlichen Gespräch
  • Rechtschreibung und korrekt geschriebene Empfängernamen – vermittelt Ernsthaftigkeit und Respekt
  • Adäquate Länge verwenden – meine Faustregel: Eine Antwort sollte nicht kürzer sein als die gestellte Frage. Dennoch sollte man zum Punkt kommen sowie einfache und klare Formulierungen wählen.
  • Bei der Implementierung sowie dem Betrieb des Systems unbedingt auch die Fälschungssicherheit der E-Mails berücksichtigen!

Ihr Ansatzpunkt

Nutzen Sie diese brach liegende Synergie! Ohnehin finden laufend Kontakte mit Ihren Kunden statt; weshalb also diese Bühne nicht auch verwenden? Meist reicht eine etwas hervorgehobene Textzeile oder ein kleines Banner-Bild aus.

Hinweis: Einige E-Mail-Systeme bieten sogar an, die Signaturen der Mitarbeitenden zentral verwalten zu können.

Über den Autor

Andy Reutimann

Andy Reutimann berät als Digital-Marketing Berater Unternehmen, öffentliche Institutionen und Konzerne im deutschsprachigen Raum (Schweiz, Deutschland, Österreich) und ist bekannt für seine Expertise in den Bereichen E-Mail-Marketing, E-Mail Sicherheit sowie der praktischen Anwendung geltender internationaler Datenschutz-Rechte. Er ist regelmässig als Speaker und in Fachmagazinen zu finden.